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Besser – nicht mehr!

 

Wenn das materielle Wachstum an Grenzen stößt, ist bei der Lebensqualität noch viel möglich. Und das Gute daran - das ist es, worauf es im Leben letztlich ankommt. Zufrieden leben in einer fairen und gerechten Welt, gestalten können, respektiert werden.

 

Es gibt mehrfach die Erkenntnis, dass die Lebenszufriedenheit der Menschen in den entwickelten (?) Volkswirtschaften nicht gestiegen ist, auch wenn sich das Bruttoinlandsprodukt vervielfacht hat. Und, dass die Menschen vieler Völker mit geringerem BIP pro Kopf zufriedener sind, als die Menschen reicher Staaten. Und auch, dass je reicher Staaten sind, die Kluft zwischen Arm und Reich größer wird. Und – was letztlich unumstößlich ist, dass jedem Wachstum natürliche Grenzen gesetzt sind.

 

Wesentlich ist daher der Anteil vom BIP, welcher zur Lebensqualität beiträgt. Es geht um Qualität und weniger um Quantität. Es geht um sinnvolle Arbeit. Arbeitsleistungen, welche die Lebensqualität nicht erhöhen sind ohne Wert. Dabei bedeutet besser machen auch, es effektiver, fairer, gerechter, intelligenter, lieber, maßvoller, nachhaltiger, respektvoller tun.

Daher stellen sich die Fragen: Wie, womit entsteht das BIP und was wird damit gemacht?

Was machen der Staat mit den Steuern, die Betriebe mit den Gewinnen und die privaten Haushalte mit dem Einkommen?

 

Der Lebensqualität würde es gut tun, wenn ...

  • die Kluft zwischen Arm und Reich kleiner und nicht größer wird,

  • mit Ressourcen verantwortungsvoll umgegangen wird und nicht Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll landen,

  • Steuergelder nicht für aufgeblähte und redundante Verwaltungsstrukturen verschwendet werden,

  • der Regulierungswildwuchs und der Prestigeföderalismus ein erträgliches Ausmaß einnimmt und Investitionen nicht nach dem Regionalproporz verteilt werden,

  • Prävention im Gesundheitswesen den notwendigen Stellenwert bekommt und Doppelgleisigkeiten, falsche Diagnosen und Therapien und unnötige Medikamente Ausnahmen sind,

 

 

  • im Rechtssystem Gerechtigkeit und Überschaubarkeit Priorität bekommen,

  • in einem effektiven Ausbildungswesen nicht nutzloses Wissen mit einer Halbwertszeit von Stunden vermittelt wird,

  • die Umwelt geachtet wird, Luft und Wasser sauber ist und der Zugang zu Natur- und Grüngebieten möglich ist,

  • die Lärm- und Lichtverschmutzung reduziert wird,

  • Lebensmittel nicht über Tausende Kilometer transportiert werden (z. B. aufgrund obskurer Exportförderungen), obwohl sie um die Ecke wachsen (könnten),

  • Betriebe und Ämter die Qualität und Kundenorientierung leben und weniger darüber prahlen,

  • langlebige und nützliche Produkte und Dienstleistungen produziert werden,

  • instand halten, reparieren lohnender ist, als wegwerfen,

  • der wie ein Krebsgeschwür wuchernde und aufgeblähte Bankensektor und Kapitalmarkt wieder das macht, was seine Aufgabe ist,

  • Spekulanten und Abzockern Einhalt geboten wird,

  • die Lügen und Halbwahrheiten in der Werbung verschwinden und das erbärmliche Werbegebrüll verstummt,

  • Maßnahmen gesetzt werden, um Unfälle im Verkehr und in der Freizeit zu reduzieren,

  • der PKW-Verkehr für die Kosten von Umwelt- und Unfallschäden aufkommt und damit Bahnen, Busse, Fahrräder, Leihautos sinnvoll miteinander vernetzt werden,

  • funktionierenden Familien und der Kindererziehung die Beachtung zu Teil wird, die notwendig ist, um eine bessere Welt von morgen zu ermöglichen – und,  wenn

  • Werte, wie Bescheidenheit, Respekt, (Eigen-) Initiative, Neugier und Gerechtigkeit in der Gesellschaft mehr Normalität erlangen.

Da findet sich also genug Potenzial für weniger Stress, Ärger und Leid und für mehr Lebensqualität. 

 

Und dazu braucht es nicht mehr Geld.

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Anständig, verantwortungsvoll und gewissenhaft handeln, Zusagen einhalten bzw. Erwartungen erfüllen oder übertreffen - das sind bestimmende Vorgehensweisen, sowohl für Qualität als auch für Moral. 

Ohne Verlässlichkeit, Fairness und Gerechtigkeit, gibt es weder Qualität noch Moral.  Schlechte Qualität bedeutet, Vertrauen missachten und Vertrauen enttäuschen ist unmoralisch.  

Wenn alle die es könnten, machten - mehr zu geben, als zu nehmen, viel mehr auf unsere Erde achten - 

keiner müsst´ sich dann noch schämen.

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Respekt - was letzten Endes wirklich zählt

 

Alt werden ist kein besonderes Verdienst. Im Regelfall geht es ganz ohne zutun – ein bisschen Glück vorausgesetzt. Allerdings - alt werden und dabei ein Leben lang wertschätzend und aufmerksam gegenüber anderen Personen, anderen Meinungen und Kulturen, zukünftigen Generationen und gegenüber allen Lebewesen und der Natur gewesen zu sein und mehr gegeben als genommen zu haben, das ist zum Niederknien bewundernswert.

Und wem das auch noch gelungen ist, dem die Lebensgerechtigkeit nicht gerade verwöhnt hat – dann zählt das wohl mehr als alle Olympiasiege und Nobelpreise zusammen – und tausend Mal mehr als Gold und Geld.

Doch wie viele können sich diesbezüglich guten Gewissens in den Spiegel schauen?

 

 

 

Offensichtlich zu wenige, so wie die Welt ist, wie sie ist. Bei manchen würde der Spiegel am liebsten zerbersten, wenn er das Lebenskonto von Selbstgefälligkeit, Verlogenheit, Gemeinheit, Maßlosigkeit, Raffgier und Stumpfsinnigkeit im Antlitz seines Gegenüber erblickt.

 

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Es kann nicht falsch sein, das Menschenwerk an Klugheit und Fairness zu messen.  Klug, wenn es langfristig betrachtet Nutzen bringt und fair, wenn es langfristig betrachtet gerecht (gegenüber allen Lebewesen, heute und in hundert Jahren) ist.

Wenn also Klugheit und Fairness als Maßstab richtig sind, warum völlern dann die einen und die anderen verrecken, weil sie nichts zu essen haben?  

Warum werden die begrenzt vorhandenen Ressourcen vergeudet, wird die Umwelt zerstört, können Finanztransaktionsspekulanten die Welt in Geiselhaft nehmen, ...? 

Dafür sind nicht geheimnisvolle, böse Kräfte verantwortlich, es ist > Menschenwerk.  

 

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