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Die Themen auf dieser Seite: |
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Quelle: Diagnose Übermaßunmäßigkeit. Die Gier der Lemminge. Das Buch zur Finanz- und Wirtschaftskrise - über Wirtschaft, Geld und Ethik, über die Gier und über die Grenzen des Wachstums und über Wege aus der Krise. Mehr über das Buch ...
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Unvernunft und Ungerechtigkeit als Verbündete der Gier
Geld verliert immer mehr den eigentlichen Zweck - ein Tauschmittel für den praktischen Gebrauch zu sein – es ist Selbstzweck und Spekulationsobjekt. Die Zahl und der Umfang internationaler Finanztransaktionen sind so unglaublich stark angestiegen, dass weniger als zwei Prozent der Geldbewegungen durch Handelsaktivitäten begründet sind. Die weltweiten Finanztransaktionen betragen ein Vielfaches der weltweiten Wirtschaftsleistung. Der kurzfristige Handel mit Finanzprodukten verzeichnet Rekorde über Rekorde und die Jagd nach hohen Renditen geht immer mehr auf Kosten der Allgemeinheit. Denn im Spiel Gewinner gegen Verlierer im Finanzmarkt-Casino wird mit fremden Spielkapital gespielt.
Wer kann bezweifeln, dass die maßlose Gier, der kurzfristige Handel am Finanzmarkt mit Derivaten, Leerverkäufen und Spekulationen auf fallende Kurse die Weltwirtschaft destabilisiert und die Armut auf dieser Welt vergrößert ? Was ist das für ein Wirtschaftssystem, wenn der Ölpreis - ohne erklärbare Veränderung in der Kostenstruktur der Förderung - innerhalb weniger Monate um ein Vielfaches steigt und dann wieder fällt oder wenn Banken innerhalb weniger Monate vom begehrten Investitionsobjekt zum Milliardengrab mutieren ?
Wenn das das Ergebnis des Spiels der freien Kräfte ist, dann gute Nacht Freiheit. Maximale Freiheit - JA, wenn sie mehr Leistungsansporn und Lebensfreude bringt und - NEIN, wenn viele Unbeteiligte, ohne es beeinflussen zu können, massiv bedroht werden. Beim
guten Wirtschaften sind es längerfristige Einflussfaktoren welche den Erfolg
bestimmen: Das Weiterentwickeln einer Unternehmenskultur und die Verbesserung
der Qualifikation der Mitarbeiter, die Entwicklung neuer Technologien und
Produkte, der Aufbau einer Marke, eines Kundenstocks – alles braucht Zeit und
ist nicht kurzfristig zu erreichen. Daneben wirkt ein um Größenordnungen umfangreicheres Finanzsystem, dass mit affenartiger Geschwindigkeit den realen Wirtschaftskreislauf beeinflusst.
Es
könnte so einfach sein und viele Probleme mit einem Schlag lösen: Es muss
Schluss sein, mit den kurzfristigen Transaktionen in unvorstellbaren Größenordnungen.
Aber warum geschieht es nicht und was spricht gegen die Beseitigung dieser
Ursache einer Bedrohung für die gesamte Menschheit ? Was wird hier verteidigt
und welche Argumente rechtfertigten diese Zeitbomben ? Was
rechtfertigt ein System, das es möglich macht, innerhalb weniger Sekunden mehr
zu verdienen als tüchtige und ehrliche Menschen in mehreren Menschenleben nicht
verdienen können ? Warum regiert
Raffsucht und Habgier und nicht Fairness und Ehrlichkeit ? |
Wie viel Unmäßigkeit verträgt die Menschheit?
Die lebensfähigen Plätze im Universum sind Mangelware. Unser Leben ist an ganz bestimmte Bedingungen geknüpft. Wie balanciert diese sein müssen, zeigt die Einmaligkeit unserer Erde. Darüber und darunter wird es bedrohlich. Ohne richtiger Position in der Milchstraße, der richtigen Größe und der richtigen Position zur Sonne, der entsprechende Atmosphäre und dem Vorhandensein der anderen Planeten (z. B. Jupiter und Mond) und der Kontinente wäre es öde und es gäbe kein Leben.
Und: Wie diese elementaren Voraussetzungen ist vieles im Leben eine Frage des Maßes oder der Dosis. Zu hohes Tempo macht Menschen zu Krüppeln. Eine um ein Prozent zu hohe Geschwindigkeit und der Wagen fliegt aus der Kurve. Zu viel CO2 gefährdet die Existenz der Menschheit, zu viel Tourismus verdirbt den Charakter der Einheimischen, zu viel an Medikamenten bringt den Tod, zu viel Dünger und die Pflanzen sterben, zu hohe Erwartungen führ en zur Enttäuschung. Und (zu viel) Gier verdirbt die Sitten. Der risikoreiche, verantwortungslose und in einigen Fällen kriminelle Umgang mit fremden Geld ist die Ursache der Ursachen für die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise. Es ist die Unmäßigkeit zum Schaden Unbeteiligter, die Übermaßunmäßigkeit. Deswegen wurden (werden) auch Kriege geführt und wird die Umwelt zerstört.
Ein Blick auf die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Kennzahlen zeigt: Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich angekündigt. In einigen Regionen der Welt war die Wirtschaft in den vergangenen Jahren wie im Märchen gelaufen. Aber zu sehr wurde Wachstum auf Schulden gebaut. Eine Mischung aus „Gier der Massen" und „Gier skrupelloser Spekulanten" hat die Finanz- und Wirtschaftswelt an den Rand des Abgrundes gebracht. Es sind immer wieder die gleichen Schritte der Dummheit aber durch die globale Vernetzung sind die Folgen dieses Mal besonders dramatisch. Und dafür wird es keine grundsätzliche Lösung geben. Gegen die Gier ist kein Kraut gewachsen, sie steckt tief in unseren Genen und die Globalisierung ist nicht umkehrbar. Aber besser damit umzugehen ist überlebensnotwendig: Mit global abgestimmten und verbindlichen „Spielregeln", einer Rückbesinnung auf ethische Tugenden und einem maßvollen und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.
Wenn das gelingt, wird es funktionieren: Denn es ist alles noch so vorhanden, wie es vor der Krise war: Das Leistungsvermögen der Menschen und die Verfügbarkeit der Ressourcen. Kein Außerirdischer hat uns diese Werte geraubt und in eine andere Welt gebracht. Und es gibt sie in hohem Maße: Die Möglichkeiten für ein besseres Leben für alle Menschen auf unserem wunderbaren Planeten.
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Teufels Saat "Übermaßunmäßigkeit". Die übersteigerte Maßlosigkeit bedroht die Menschheit.
Ich will Alles und das Sofort. Eine alle Grenzen sprengende Gier zeigt Wirkung: In Bankkreisen, im täglichen Leben, in der Politik, im Sport, in der Wirtschaft. Überall lauern die süßen Verführungen. Kaufe heute, zahle später - suggeriert das Geplärre der Werbegurus rund um die Uhr. Nicht die Erde, aber der Lebensraum auf unserer Erde ist zerbrechlich, gleich einer Eierschale. Unser Leben ist an ganz bestimmte Bedingungen geknüpft. Wie balanciert diese sein müssen, zeigt die Einmaligkeit unserer Erde.
Darüber und darunter wird es bedrohlich. Ohne richtiger Position in der Milchstraße, der richtigen Größe und der richtige Position zur Sonne, der entsprechende Atmosphäre und dem Vorhandensein der anderen Planeten - z. B. Jupiter und Mond - und der Kontinente wäre es öde und es gäbe kein Leben.
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Deswegen wurden und werden Kriege geführt, werden Reiche reicher und Arme ärmer, wird Lebensraum zerstört - Boden, Luft und Wasser verseucht, Tiere gequält und ausgerottet. Als ob die vom Menschen nicht beeinflussbaren Gefahren und Katastrophen nicht Heraus forderung genug wären. Klug wäre, allen Verstand dafür einzusetzen, dass wir diesen die Wucht des Leids nehmen und entgegensteuern und nicht mit selbst gemachten Leid verstärken. Es Bedarf einer Balance zwischen Nehmen und Geben. Die Zeiten der „cleveren“ Verhandlungen, wo so viel wie möglich herausgeschunden wird, müssen vorbei sein. Der Egoismus einzelner Staaten bringt nicht das beste Ergebnis für unsere Welt (lässt sich aber dem eigenen Volk besser verkaufen). Wir müssen zu Lösungen zu kommen, welche für die Gesamtheit der Menschen Verbesserungen bringt, um dann - im zweiten Schritt – diese Errungenschaften so gerecht wie möglich aufzuteilen. Auf diesem Weg wird es Verlierer geben. Manche werden ihre Privilegien einbüßen und teilen müssen. Es wird eine wichtige Aufgabe sein, sie in das gemeinsame Boot zu holen und ihr Verständnis zu erreichen. Alle Betroffenen müssen am Verbesserungsprozess beteiligt sein und den Beschlüssen zustimmen (können).
Die global abgestimmten und verbindlichen „Spielregeln“ müssen fair und gerecht sein, für heutige und für kommende Generationen. Fair soll hier „in keiner Weise zum unmittelbaren oder späteren Schaden eines anderen Geschöpfes“ bedeuten. Gerecht ist der Zustand eines sozialen Miteinanders, wenn es einen angemessenen, unparteilichen und einforderbaren Ausgleich der Interessen und der Verteilung von Gütern und Chancen zwischen den beteiligten Personen oder Gruppen gibt. Eile ist geboten: Ein erster Schritt zur Umkehr ist die Erkenntnis, denn wirksame Maßnahmen brauchen das Erkennen der wirklichen Ursache. Ein Zweiter, das Beseitigen der Ursachen und das gute Beispiel der Meinungsmacher. |
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Zitate über die Gier Gier
ist ein genauso schlechter Ratgeber wie Angst. Michael
Glos Ich teile die Menschheit in drei Gruppen: Wir normale Menschen, die irgendwann in ihrer Jugend mal Äpfel geklaut haben, die zweite hat eine kleine kriminelle Ader, und die dritte besteht aus Investmentbankern. Helmut
Schmidt Menschen sind immer so moralisch wie die Strukturen es erlauben, in denen sie leben. Norbert
Bolz Lateinische
Lebensweisheiten Mahatma
Gandhi |
Zitate über Grenzen
Die Vorbedingung für alles wirkliche Wissen ist ein präzises Unterscheidungsvermögen für die Grenze zwischen dem, was
man wirklich weiß, und dem, was man bloß meint. Konfuzius Blaise
Pascal
Zitate über die Krise Blindes Marktvertrauen führt ebenso in die Irre wie blindes Staatsvertrauen. Jörg
Asmussen Wer hätte gedacht, dass aus dem Mutterland des Turbokapitalismus innerhalb weniger Wochen die "Vereinigten Verstaatlichungen von Amerika" werden würden ? Carsten Schneider |
Martin
Kannegiesser Josef
Ackermann Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen. Das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit. John F. Kennedy
Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Max Frisch
Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends. Winston Churchill
Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät. Jean Paul Getty |
Das
Buch über Gier, Grenzen und über die Krise ...